KUNSTHAUS MAXART

Zeitgenössische Kunst, Gemälde & Skulpturen

IHRE GALERIE IN IPHOFEN BEI WÜRZBURG
 

In den traditionsreichen Räumen des ehemaligen Torhauses am inneren Stadtgraben der Maxstraße 21, veranstaltet das KUNSTHAUS MAXART jährlich ca. drei Ausstellungen. Mit Informationsausstellungen und langfristigen Werkbetreuungen stellen wir Künstler in personalen und thematischen Ausstellungen vor, um diese im Kontext der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts zu zeigen. Neben dem Schwerpunkt Malerei ist auch die Bildhauerei mit wichtigen künstlerischen Positionen vertreten und von Künstlern, die ein eigenständiges, zukunftsweisendes Werk verfolgen, berücksichtigt und gezeigt. Die schönen Galerieräume und der herrliche Innenhof geben uns dazu die Möglichkeit. Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihren Besuch.

Aktuelle Ausstellung


GEMEINSAM

für Paul

BILDER von KILIAN LIPP
SKULPTUREN von JULIA HIEMER

13. September - 29. November 2020


KILIAN LIPP

Lange bevor der Mensch eine Sprache hatte, bedeutete für ihn die sinnliche Wahrnehmung die Grundvoraussetzung seiner Existenz und ein Gedächtnis dieser Erfahrungen war Bedingung einer menschlichen Entwicklung.  Diese über Jahrtausende dauernde Praxis  hat sich im  Menschen als Grundstruktur im Unterbewusstsein manifestiert. Die Bilderwelt unserer  Vorfahren kann uns auf diesem Weg der Speicherung erhalten geblieben sein.

Ich bin ein Mensch, der in Bildern denkt und im Laufe des Lebens aufgrund meiner Veranlagung ein hohes Maß an Sensibilität für „wirkliche“ Bilder entwickelt hat. Es sind Dinge, die immer mit dem wesentlichen Anliegen des  Menschseins verbunden sind. Über den Malprozess kann eine Verbindung zu den tieferen Schichten des  Unterbewusstseins hergestellt werden uns so können verschlüsselte Inhalte in Form eines Bildes sichtbar werden. Am leichtesten aber dort, wo die äußerlichen Einflüsse über Jahrtausende nicht sichtbar sind – wie im Gebirge und am Meer. In diesen Bildinhalten sind die archaischen Elemente auch heute noch für jeden erkennbar, was vielleicht auch die Sehnsucht der Menschen nach Wasser und Gebirge, nach Urbildern, erklärt.

In diesem Kontext kann der Mensch nur dunkel und schemenhaft wie in Träumen erscheinen, weshalb die Darstellung des Menschen in meinen Bildern auch nie über diesen Zustand hinausgeht. In Anlehnung an diese Gedanken erklärt sich für mich auch das Zitat von Gerhard Richter: Man muss mehr malen, als man weiß. (Kilian Lipp)


Julia Hiemer – Figürliche Persönlichkeiten

Die Auseinandersetzung mit der Gestalt der menschlichen Figur steht im Zentrum der bildnerischen Arbeit von Julia Hiemer. Die zumeist aus frischen Holzstämmen gearbeiteten Figuren verbildlichen allgemeingültige Haltungen in individueller Form. Ihre Skulpturen reichen vom genau definierten Porträt, Charakter und eindeutigen Aussagen bis hin zu fast abstrakten Darstellungen, die sich auflösen in Form und Farbe.